Kommunalpolitische Workshop-Tage

Simulation einer Ratssitzung unter der Leitung von Dr. Michael Heidinger

Vom 05. bis zum 07. April 2017 fanden im Rathaus die kommunalpolitischen Workshop-Tage statt, die zum wiederholten Male in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Dinslaken und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurden. Zu den 15 Teilnehmern gehörten auch 6 Schüler von uns, dem OHG. Einige der Teilnehmer hatten im Monat zuvor am Wettbewerb „Jugend debattiert“ teilgenommen und wurden deshalb eingeladen. Die restlichen freien Plätze wurden an interessierte Schülerinnen und Schüler vergeben. Geleitet wurde der Workshop von drei Studenten, die in der Friedrich-Ebert-Stiftung engagiert sind, sowie Herrn Bleckmann, einem Mitarbeiter des Fachdienstes Kinder- und Jugendförderung der Stadt Dinslaken.

„Was erwartet Ihr euch von diesem Workshop?“, war eine der ersten Fragen, die uns gestellt wurden. Bei der Beantwortung dieser Frage waren sich alle einig. Uns ging es darum, einen Einblick in die Kommunalpolitik sowie deren Prozesse und Belange zu bekommen. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil…

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Workshop-Tage

Am ersten Tag beschäftigten wir uns zunächst mit den Grundlagen der Kommunalpolitik. Anfangen haben wir mit dem Prinzip des Föderalismus, also der Unterteilung des Staates in Bund, Länder und Kommunen und deren unterschiedliche Aufgabenbereiche. Nach einem kommunalem „Who is who?“ ging es weiter mit der Frage, welche Pflichtaufgaben eine Kommune hat und welche lediglich freiwillig sind. Nachdem diese Fragen geklärt waren, aßen wir alle zusammen zu Mittag. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit, uns in einem sogenannten „Speed Debating“ mit verschiedenen Kommunalpolitiker*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen zu unterhalten und ihnen Fragen zu stellen. Der Tag endete mit einem Rückblick, in dessen Verlauf wir erste Eindrücke austauschen konnten.

Am nächsten Tag drehte sich alles um die simulierte Ratssitzung, die am dritten Tag stattfinden würde. Zu Beginn wurden das Konzept und der Ablauf geklärt. Dann ging es an die Fraktionsbildung, die per Los entschieden wurde. Die Mehrheitsverteilung der Parteien entsprach der tatsächlichen im Rat der Stadt Dinslaken. In den Fraktionen wurden jeweils ein Vorsitz, ein*e Stellvertreter*in und ein*e Schriftführer*in gewählt. Nach dem Mittagsessen begann die Arbeit in den Gruppen. Jede Fraktion hatte die Aufgabe, zwei Anträge auszuarbeiten, in denen das Anliegen, dessen Dringlichkeit und ein Vorschlag zur Finanzierung geschildert werden sollten. Um gegebenenfalls zu helfen, stand jeder Gruppe einer der Studenten zur Seite. Gegen Nachmittag hatte jede Fraktion ihre Anträge fertig; für kurze Zeit wurden dann „Koalitionsgespräche“ geführt. Im Anschluss hatten wir erneut die Gelegenheit, gemeinsam mit den anderen Beteiligten die Erfahrungen und Eindrücke des Tages auszutauschen.

Am dritten und letzten Tag hatten wir noch kurz die Möglichkeit, in den Fraktionen letzte Absprachen zu treffen. Dann ging es für alle zusammen in den Ratssaal, in dem der „Höhepunkt“ des Workshops, die simulierte Ratssitzung unter der Leitung des amtierenden Bürgermeisters Dr. Michael Heidinger, stattfand. Nachdem der Bürgermeister uns begrüßt und die Sitzung für „Eröffnet“ erklärt hatte, stellte die erste Fraktion ihren Antrag vor. In diesem ging es um die Einführung eines WLANs in den weiterführenden Dinslakener Schulen. Sofort startete eine wortreiche Debatte über die Vor-und Nachteile. Hierbei merkte man deutlich, dass die meisten von uns bereits Erfahrungen im Debattieren sammeln konnten. Die anderen Anträge verliefen ähnlich und im Anschluss wurde jedes Mal direkt darüber abgestimmt. Abschließend bedankte sich der Bürgermeister und sicherte uns zu, dass er einige Ideen von uns mitnehmen wolle. Im Anschluss setzten wir uns zum letzten Mal zusammen. Wir tauschten uns über den gesamten Workshop aus und kamen zu dem Schluss, dass er allen gefallen hatte. Besonders oft erwähnt wurden die interessante Gestaltung der Inhalte und die lockere und angenehme Atmosphäre. Somit ging ein interessanter und abwechslungsreicher Workshop zu Ende, aus dem die Teilnehmer einiges mitnehmen konnten und an den sie sich auch in Zukunft noch erinnern werden

Claire Stüwe, Stufe EF
(Fotos: Simon Bleckmann)

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