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Konzepte
Leseförderung

Frau
Brücker und einige Teilnehmer der AG
"Kreatives Schreiben"
vor der "Lies-was-Säule"
Aus dem Jahr 1999 datiert die
interessante Studie zum Leseverhalten
von Jungen, durchgeführt vom Institut
für angewandte Kindermedienforschung (IfaK)
der Hochschule der Medien-FH Stuttgart,
die besagt, dass Jungen nicht nur anders
lesen als Mädchen sondern auch weniger.
Insgesamt aber ist zu konstatieren, dass
allgemein zu wenig gelesen wird.
Aus diesem Grund erscheint es uns – auch
mit Blick auf den steigenden
Medienkonsum – besonders wichtig, Kinder
und Jugendliche stärker zum Lesen zu
animieren. Denn Lesen beflügelt nicht
nur die Fantasie, es verbessert auch den
Sprachstil, erhöht den Wortschatz,
bietet Gesprächsanlässe und weckt u. a.
politisches Interesse.
Um die Freude unserer Schülerinnen und
Schüler an Literatur zu steigern, wurden
in den letzten Jahren unter dem
Oberbegriff „Leseförderung“ verschiedene
Aktionen in unser Schulleben integriert.
Eine tragende Säule stellt hierbei die
Kooperation mit der Stadtbücherei
Dinslaken dar. Neben den etablierten
Bücherkisten, die die Stadtbücherei
für alle interessierten Klassen bzw.
Jahrgangsstufen im sechswöchigen Wechsel
zur Verfügung stellt und die es den
Schülern ermöglichen, sich Bücher
auszuleihen, ohne in die Stadtbücherei
zu gehen, finden in der Erprobungs-,
Mittel- und Oberstufe altersgerechte
Einführungen in das Ausleihprinzip, den
systematischen Aufbau der Bücherei sowie
Recherchemöglichkeiten und Angebote der
Stadtbücherei statt. Diese Besuche
der Stadtbücherei werden wenn
möglich mit anderen Aktionen verknüpft,
wie beispielsweise in der Jahrgangsstufe
5: Hier besuchen die Klassen im Rahmen
der Aktion „Ich schenk dir eine
Geschichte“ auch eine Buchhandlung, in
der sie ein speziell zum Welttag des
Buches erstelltes Taschenbuch mit
altersgemäßen Geschichten geschenkt
bekommen. Verbunden mit einem Besuch der
Eisdiele ist dies ein Tag rund ums
Lesen, der allen Beteiligten viel Freude
bereitet.
Aber nicht nur die Stadtbücherei bietet
die Möglichkeit mit spannenden und
interessanten Büchern in Kontakt zu
kommen. Auch unser Schulgebäude ist
diesbezüglich gut aufgestellt: So bietet
unsere Schülerbücherei nicht nur eine
Fülle an Sachbüchern; besonders der
stark angefragte Bereich der
Jugendliteratur wird permanent
vergrößert und erweitert. Hierbei zählen
wir auf die Mitgestaltung der Schüler,
die mittels ausliegender Listen ihre
Lieblingsbücher für ihre Mitschüler
empfehlen oder sich Bücher zur
Neuanschaffung wünschen können – ein
Prinzip, dass sich bewährt hat. Zudem
befindet sich die „Lies-was-Säule“
in der Bücherei, die regelmäßig
aktuelle Hinweise auf Neuerscheinungen
und Buchbesprechungen gibt sowie
Leseproben aktueller Jugendbücher bereit
hält.
Als weiteren Leseanreiz gibt es jedes
Jahr die Lesenacht für die 5ten
Klassen. Die Schüler bleiben an
diesem Abend bis Mitternacht in der
Schule und verbringen einen
abwechslungsreichen Leseabend. Neben dem
Vorstellen und Vorlesen aus dem eigenen
Lieblingsbuch betätigen sich die Schüler
auch als lesende Detektive, die sich bei
einer Rallye durch das Schulgebäude
Seite für Seite durch ein Leserätsel
arbeiten um einen Kriminalfall zu lösen.
Den Höhepunkt des Abends bilden jedoch
die frei erzählten Geschichten des
professionellen Geschichtenerzählers
J.-U. Wulf.
Natürlich muss Leseförderung auch im
Unterricht stattfinden. Hierfür bietet
sich der Deutschunterricht besonders an.
Aus diesem Grund hat sich die Fachschaft
Deutsch dafür ausgesprochen, so viele
Lektüren im Unterricht zu lesen und zu
besprechen, wie es die Vorgaben
zulassen. Darüber hinaus wird versucht,
einen kreativen und abwechslungsreichen
Umgang mit Literatur zu fördern. So
werden in fast allen Klassen der
Unterstufe Lesetagebücher
verfasst, in der Mittel- und vor allem
Oberstufe – wenn möglich -
Autorenlesungen in den
Deutschunterricht integriert.
Schließlich gibt es für die
Jahrgangsstufe 6 den jährlich
stattfindenden Vorlesewettbewerb,
der im Unterricht vorbereitet und dann
schulintern und regional
veranstaltet wird.
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