OHG macht Schüler stark gegen Süchte

„Rauschbrillenparcours“

Wie in jedem Jahr  fand am Otto-Hahn-Gymnasium vor den Osterferien das Projekt „Stark gegen Süchte“ für die 7. Jahrgangsstufe statt. An drei Tagen lernten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen, welche Faktoren die Entstehung von Süchten begünstigen und wie Suchtgefahren reduziert werden können. Wichtigstes Ziel war hierbei nicht nur die Information über Gefahren verschiedener Suchtmittel, sondern auch die Reflexion eigener Verhaltensmuster und das Erlernen von individuellen Strategien, um Alltagsprobleme besser zu bewältigen.

Fester Bestandteil des Projekts sind neben kreativen Arbeiten und Diskussionen auch praktische Übungen wie der „Rauschbrillenparcours“. Dabei wird den Schülern unter Verwendung einer speziellen Brille an verschiedenen Stationen eindrucksvoll verdeutlicht, dass Alkoholeinfluss die Sinneswahrnehmung beeinträchtigt. So machen sie die Erfahrung, welche Schwierigkeiten es bereitet, zum Beispiel ein Fahrradschloss zu öffnen, einen Ball zu fangen oder auf einer geraden Linie zu laufen. Dass vielen Schülern die drastischen Gefahren von Alkohol nicht klar sind, wird immer wieder deutlich. So ist unter anderem die Aufklärung über das inzwischen verbreitete Binge-Drinking (Rauschtrinken), das tödlich enden kann, ein wesentlicher Projektbaustein.

Den Höhepunkt bildete die Theateraufführung „Krasser Stoff“ am dritten Projekttag.

Den Höhepunkt bildete die Theateraufführung „Krasser Stoff“ am dritten Projekttag. Zwei Schauspieler der „Galli Theater Company Koeln“, selbst erst 18 und 22 Jahre alt und mit eigener Suchtvergangenheit, stellten die Gefahren von riskantem Alkoholkonsum sehr eindrucksvoll auf der Bühne dar. In anschließenden Workshops in den Klassen wurden einzelne Szenen von den Schauspielern erneut aufgegriffen, mit den Schülern nachgestellt und besprochen. „So ist uns die Gefahr erst richtig bewusst geworden“ sagten einige unserer Schüler im Anschluss. Sie waren sich einig, dass „diese drei Tage sehr lehrreich und eine interessante Abwechslung zum Schulalltag“ waren.

C. Sträßer