Projekttag „Schülerfirma“

Die Klasse 9c vor einem Organigram zum Aufbau einer Schülerfirma

Auch in diesem Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums die Möglichkeit zur Gründung einer Schülerfirma. Im Rahmen des Politikunterrichts soll dieses innovative Lernkonzept die wirtschaftliche Praxis des unternehmerischen Handelns in die Schule bringen. Professionelle Unterstützung liefert hierbei die „Institut der deutschen Wirtschaft Köln JUNIOR gemeinnützige GmbH“ (IW Junior gGmbH), die mit ihrem „Expert-Programm“ neben vielen Informationen, Arbeitsmaterialien und Workshops auch ein Online-Portal bietet. Die Schülerinnen und Schüler lernen bei dem Projekt unter dem Motto „Learning by Doing“ viele praxisnahe fachliche Inhalte und Abläufe in Unternehmen kennen und gehen zudem auf die Entdeckungsreise nach eigenen Talenten und persönlichen Kompetenzen wie zum Beispiel Kreativität, Organisationsfähigkeit oder Teamfähigkeit.

Am 28. September starteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c mit einem von Frau Fuiten betreuten Projekttag, an dem sie konzentriert wichtige Grundlagen für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf legten. Erste wichtige Entscheidungen wurden getroffen und in der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich bereits ein Gefühl für gemeinsames, zielorientiertes unternehmerisches Handeln.

Was macht man eigentlich den ganzen Tag in Unternehmen? In Meetings gemeinsam Ideen zu entwickeln und Probleme zu lösen, macht sicher einen Großteil des täglichen Geschäfts aus. Damit das in Zukunft gut funktioniert, erprobten die Schülerinnen und Schüler in einem Rollenspiel ein Abteilungsleiter-Meeting der Trainingsfirma „Lichterloh“. Es gab eine Reihe Probleme zu lösen, wobei sich eine lebhafte Diskussion entfachte. Im anschließenden Feedback der Rolleninhaber und der restlichen Klasse in der Beobachterrolle wurde schnell klar: Ohne Struktur und Regeln im Unternehmen werden wir mit unseren Ideen nicht weit kommen. „Wir wollen fair sein sowie vertrauensvoll und offen miteinander arbeiten.“ Zudem kristallisierte sich der Wunsch heraus, zwei Schülerfirmen mit unterschiedlichen Inhalten zu gründen, die aber durch gemeinsame Werte verbunden sein sollen: Vertrauen, Teamorientierung, Nachhaltigkeit, Innovation, Qualität und am Ende auch Gewinnorientierung.
Darüber hinaus machten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Organisation eines Unternehmens vertraut. Welche Prozesse gibt es eigentlich und welche Rollen gibt es zu besetzen? Was erwarten Unternehmen von ihren Mitarbeitern? Um auch schon mal für den Einsatz in der Berufswelt zu üben, hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, sich für ein oder zwei Positionen zu bewerben.
Anschließend machten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam auf den Innovationsweg. Erste Ideen lagen schnell auf dem Tisch und wurden hinsichtlich verschiedener Faktoren wie Marktfähigkeit und Umsetzbarkeit beleuchtet. Am Ende eines erlebnisreichen Projekttages stand fest: Wir sind startklar!

In der nahen Zukunft sollen die Geschäftsideen weiter ausgearbeitet, die Rollen innerhalb der Firmen verteilt, „alltägliche“ Arbeitsabläufe geübt, Anteilsscheine verkauft und die konstituierende Hauptversammlung geplant werden. In einem weiteren Schritt wollen wir die bereits im vergangenen Schuljahr geknüpfte internationale Kooperation mit dem niederländischen Ludger College fortführen, mit dem wir bereits ein Treffen verabredet haben. Die beiden abgeordneten Schülerteams werden dazu in englischer Sprache selbstständig einen gemeinsamen Aktionsplan erarbeiten, in dessen Mittelpunkt die beiden gegenseitigen Besuche stehen. Es gibt also viel zu tun …

A. Fuiten