Unesco-Multivisionsschau „Reduse“ am OHG

Vortrag über nachwachsende und nicht nachwachsende Rohstoffe

Rund 650 Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums haben am Montag, den 24. September 2018 den Unterricht für zwei Stunden außen vor gelassen und sich stattdessen mit den Themen „Umwelt und Ressourcenschonung“ beschäftigt. Die Unesco-Multivisionsschau „Reduse – Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ war zu Gast am OHG und informierte in der Aula über den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen.

Die Veranstaltung fand in insgesamt drei Durchläufen für unsere nach Altersgruppen getrennten Schülerinnen und Schüler statt. Max Menkenhagen vom ausrichtenden Verein „Multivision“ aus Hamburg hielt zunächst einen Vortrag über den Ressourcenverbrauch auf der Erde. Was Menschen als Jäger und Sammler, als sesshafte Acker- und Viehzucht treibende sowie in der heutigen Konsumgesellschaft jeden Tag verbrauchen, wurde anhand von Rucksäcken eindrucksvoll verdeutlicht. So wuchs der Ressourcenverbrauch eines modernen Menschen im Laufe der Zeit von ehemals 3 Kilogramm pro Tag auf nunmehr 44 Kilogramm. In einer „Aufstehrunde“ wurde dann verdeutlicht, was es heißt, wenn ein Viertel der Bevölkerung Dreiviertel der Ressourcen für sich beansprucht.

„Reduse“, eine halbstündige Dokumentation von Jacqueline Tillmann, machte in Schwerpunkten klar, was an nachwachsenden und endlichen Rohstoffen verbraucht wird, und gab Ratschläge, wie der Konsument sein Verhalten ändern kann, um sein Scherflein zur Verbesserung der Situation beizutragen.

Der Titel des Films setzt sich aus den englischen Begriffen „reduce“, „reuse“ und „recycle“ zusammen, was so viel bedeutet wie reduzieren, wiederverwenden und wiederverwerten. Mit der um die Schlägwörter kreisenden Bildungskampagne „Reduse“ tourt der Verein Multivision durch weiterführende Schulen in ganz Deutschland. Das Programm ist eine von 51 anerkannten Maßnahmen der Unesco zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Nach der Dokumentation, die alle Schülergruppen zu sehen bekamen, gab es eine Diskussionsrunde.
„Wer hat Gold mitgebracht?“ fragte Merkenhagen in die Runde. Kaum jemand meldete sich. „Wer hat ein Smartphone in der Tasche?“ Fast alle Hände gingen hoch! Die Geräte enthielten die endlichen Ressourcen Gold, Silber, Palladium und Kupfer, klärte Menkenhagen auf. Schnell wurde klar, dass Hersteller, Verwerter und Konsumenten intensiv zusammenarbeiten müssen, um eine nachhaltige Problemlösung bezüglich der Smartphoneproduktion und -nutzung zu erzielen.

Per Handzeichen erwies sich am Ende: Die meisten Schüler/innen sind überzeugt, dass etwas schiefläuft und dass etwas getan werden muss. Menkenhagen gab hier konkrete Tipps wie: eine gemeinsame Bestellung von Schulblöcken aus Recyclingpapier, die Trennung des Schulmülls, das Spenden von nicht mehr benutzten Handys oder die Nutzung des modularen Handys „Fairphone“. Vorschläge wie die Bevorzugung von regionalen Produkten, die Verringerung/Vermeidung von Kunststoffverpackungen beim Einkauf sowie die Suchmaschine Ecosia, die Bäume pflanzt, wurden von den Schülern selbst genannt.

(W. Kronau)