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Konzepte
Schulsanitätsdienst
Seit Beginn des Schuljahres 2004/05 gibt
es am Otto-Hahn-Gymnasium einen
Schulsanitätsdienst.
Zur Zeit sind 19 Schülerinnen und Schüler
der Jahrgangsstufen 9 bis 12 als
Schulsanitäter aktiv. Jeden Tag kümmern
sie sich um kranke oder verletzte
Mitschüler. In den großen Pausen können
sie in der Sanitätsecke beim Sekretariat
aufgesucht werden. Während des Unterrichts
werden sie bei Notfällen vom Sekretariat
aus über Funk zum Einsatz gerufen.

Während der Ausbildung werden die nötigen
Handgriffe trainiert.
Warum wurde ein Sanitätsdienst
eingerichtet?
Im Bundesdurchschnitt erleidet jährlich
etwa jeder 12. Schüler einen schweren
Schulunfall. Die Zahl kleinerer
Verletzungen liegt bedeutend höher. Durch
die vielen gut ausgebildeten Ersthelfer
wird sichergestellt, dass im Ernstfall
schnell Erste Hilfe geleistet werden kann.
Zu den Aufgaben des Sanitätsdienstes
gehört aber nicht nur die Erstversorgung
bei Notfällen. Sehr viel häufiger kommen
sie bei den kleineren Unfällen zum
Einsatz: In den großen Pausen übernehmen
die ausgebildeten Schulsanitäter die
Versorgung kleinerer Verletzungen und
tragen so Verantwortung für ihre
Mitschüler. So erleben alle, Helfer wie
„Patienten“, dass sie lernen können, sich
gegenseitig zu helfen.
Intentionen und Ziele
Folgende Intentionen und Zielsetzungen
sind mit dem Schulsanitätsdienst
verknüpft:
Soziales Lernen:
- Steigerung des Verantwortungsgefühls und
der Hilfsbereitschaft. Auch über den
schulischen Rahmen hinaus wird die Bereitschaft zum Handeln gefördert.
- Integration: es wird jedem geholfen, der
Hilfe bedarf.
- Verbesserung des sozialen Klimas in der
Schule, das „Aufeinanderzugehen“ wird
gefördert.
Persönlichkeitsbildung:
Soziales Engagement wird anerkannt! Die
Schüler haben hier die Möglichkeit
Leistungen zu erbringen, die nicht auf
Noten beruhen und allgemein anerkannt
werden.
- Positive Verstärkung durch die
Erfahrung, gebraucht zu werden und
gelerntes Wissen
praktisch anzuwenden.
- Förderung der Selbstständigkeit.
- Heranführen an eine sinnvolle
Freizeitbeschäftigung.
Förderung von Handlungskompetenz:
Durch die intensive Aus- und Fortbildung
werden die Schulsanitäter befähigt, in
Notfallsituationen schnell und richtig zu
helfen. Damit soll das Gefühl der
Hilflosigkeit gemindert werden, das in
solchen Situationen oft auftritt.
Berufspropädeutik:
Durch die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst
lernen die Schüler einen neuen
Arbeitsbereich kennen und können sich ein
Urteil über Tätigkeiten im
Gesundheitsdienst bilden. Sie sind, nach
entsprechender Qualifizierung, in
Situationen tätig, die ein besonders hohes
Maß an Urteils- und Entscheidungsfähigkeit
verlangen.
Gesundheitserziehung und Unfallverhütung:
- Entstandener Schaden wird durch schnelle
und richtige Hilfeleistung begrenzt.
- Durch Erste-Hilfe-Kurse wird das
Gefahrenbewusstsein gefördert, wodurch
Unfälle
vermieden werden können.
- Aus dem Alltag des Schulsanitätsdienstes
heraus wird es möglich, gezielt
Unfallquellen in
der Schule zu erkennen und zu beseitigen. Der Sanitätsdienst wird hier
präventiv tätig.
- Alle Schüler und Lehrer werden auf die
Notwendigkeit und Wichtigkeit der Ersten
Hilfe
hingewiesen. Wenn es zu einer Selbstverständlichkeit wird, anderen zu
helfen, trägt das
zur Sicherheit aller bei.
Aufgaben
des Schulsanitätsdienstes
Die
Schulsanitäter übernehmen folgende
Aufgaben:
- Erstversorgung bei Notfällen (Unfällen,
plötzliche Erkrankungen und Vergiftungen)
im Rahmen der Möglichkeiten.
- Alarmierung des Rettungsdienstes bei
schweren Notfällen.
- Betreuung von in der Schule erkrankten
Personen.
- Sanitätsdienstliche Betreuung von
Schulfesten und Sportveranstaltungen.
- Instandhaltung und Verwaltung der
Sanitätsmaterialien.
- Erstellung von Einsatzprotokollen.
Natürlich gehört es
nicht
zu den Aufgaben der Schulsanitäter,
Diagnosen zu stellen (es handelt sich
immer nur um Verdachtsdiagnosen!) und
Medikamente zu verabreichen. Hier gibt es
eine Ausnahme: Schüler, die auf ärztlich
verordnete Medikamente angewiesen sind,
können Hilfe von den Schulsanitätern
erwarten. Dazu muss die Beauftragung
natürlich durch die Eltern erfolgen.
Eltern können den Schulsanitätsdienst auch
über gesundheitliche Risiken informieren,
mit denen ihr Kind belastet ist. In einem
ausführlichen Gespräch können so die zu
ergreifenden Notfallmaßnahmen geklärt
werden.
Bei gravierenderen Verletzungen werden
selbstverständlich die Eltern informiert
und ein Krankenwagen von den
Schulsanitätern, den Sekretärinnen oder
den Lehrern angefordert.
Die Ausbildung der Schulsanitäter
Seit dem Schuljahr 2003/04 nehmen alle
Schülerinnen und Schüler der
Jahrgangsstufe 9 an einem 16-stündigen
Ersthelferlehrgang teil. Dieser wird seit
2006 von Frau Harrer und Frau Schauerte
geleitet, die vom Deutschen Roten Kreuz
dafür ausgebildet wurden.
Nach der Ausbildung in Erster Hilfe haben
interessierte Schülerinnen und Schüler in
ihrer Freizeit einen weiteren Lehrgang
absolviert und sich zu Sanitätshelfern
ausbilden lassen. Dieser wird von externen
Ausbildern des Deutschen Roten Kreuz
durchgeführt und wird je nach Bedarf immer
wiederkehrend angeboten. Die Fortbildung
und Auffrischung der Kenntnisse erfolgt
sowohl schulintern als auch durch weitere
Ausbilder des DRK Dinslaken-Voerde-Hünxe.
Die Organisation des Schulsanitätsdienstes
und der Ausbildung in Erster Hilfe liegt
in den Händen von
Frau Schauerte
und
Frau Harrer.
Beide sind Ansprechpartnerinnen für Fragen
zur Ausbildung und Durchführung.
gez.: D. Schauerte
(Stand: 09/2008)
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