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Konzepte

Schulprogramm
                               

Pädagogische Leitlinien

Wir nehmen den Schüler, Junge und Mädchen, in seiner jeweiligen Situation als ganzen Menschen ernst. Wir steigern sein Selbstwertgefühl und erweitern sein Bewusstsein für soziale Verantwortung. Wir fördern und fordern ihn.

Bei den besonderen Anforderungen der heutigen Zeit begleiten und beraten wir ihn. Wir helfen ihm, Spannungen auszuhalten, Gefährdungen zu erkennen und in der modernen, offenen, sich rasch verändernden Welt Orientierung zu finden.

Angesichts des gesellschaftlichen Pluralismus plädieren wir für eine klare Wertorientierung. Wir setzen uns besonders für Toleranz, Gerechtigkeit und die Prinzipien eines demokratischen Miteinanders ein.

Wir halten die Grundtugenden wie: Pünktlichkeit, Höflichkeit, Ordnung und Sauberkeit für wichtig, sofern sie zum Erreichen übergeordneter Ziele beitragen.

Wir wollen die Bedingungen für guten Unterricht gemeinsam entdecken und schaffen.

Guter Unterricht orientiert sich an der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler, fördert die Erkenntnis, vermittelt Erlebnisse, ist innovativ und auf Grund seiner didaktischen Konzeption motivierend. Guter Unterricht macht Spaß, wenn alle Beteiligten sich darauf einlassen.

Die pädagogischen Leitlinien sind nur auf der Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und Eltern zu verwirklichen.


Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung

Wir unterstützen Jungen und Mädchen, sich in einer Welt ambivalenter Bedingungen zurechtzufinden. Das bedeutet: wir legen Wert auf Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung in Leben, Arbeit und Gesellschaft. Hierzu steigern wir das Selbstvertrauen, die selbstbewusste Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und des eigenen Wertes sowie gleichermaßen eine realistische Einsicht in persönliche Grenzen.

Eine konkrete Umsetzung dieser Ziele findet statt im Rahmen des jährlichen Projekts zur Suchtprophylaxe "Ich trau mir was zu" in der Jahrgangsstufe 5, das von Lehrern unserer Schule im ND-Heim durchgeführt wird. Ebenso wird im Unterricht der 5. und 6. Klassen zur Förderung des Sozialen Lernens das Lebenskompetenzprogramm "Alf" angeboten.

Mit dem zwischen Schülerinnen / Schülern und Schule geschlossenen Vertrag "For a better understanding" wird - auch zur Vorbeugung von Gewalt - die Vermittlung von Werten wie Toleranz, Rücksichtnahme, gegenseitiger Respekt, Achtung des Eigentums, der Umwelt und der Unverletzbarkeit der eigenen Person und anderer angestrebt. Institutionalisiert werden soll auch das Streitschlichterprogramm.

Die Aufgabe der Berufswahlvorbereitung liegt in der Förderung der berufsorientierten Entscheidungsfähigkeit. Neben der Vermittlung von Informationen im Politikunterricht der Jahrgangsstufe 10 sowie durch Eltern, die ihre Berufe vorstellen, finden am Ende des ersten Halbjahres der Stufe 11 ein dreiwöchiges Betriebspraktikum und für die Jahrgangsstufen 12 und 13 Begegnungen mit Vertretern von Fachhochschulen und Universitäten statt.

Neben dem Erwerb von Kompetenzen ist die Entwicklung der Persönlichkeit vordringliches Ziel unserer Arbeit, deshalb haben wir unsere Tätigkeitsfelder erweitert. Wir bilden schulintern Schülerinnen und Schüler zu
Schulsanitätern aus und führen jährlich Kurse in Erste-Hilfe durch, die im Curriculum Biologie verankert sind.

Die Ausbildung der Streitschlichter ist seit einigen Jahren ebenso fester Bestandteil unseres Schulprogramms wie die Durchführung des Skiprojektes in der Stufe 9. Hierbei geht es neben dem Erlernen dieser Sportart im Wesentlichen darum, die Sozialkompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu festigen.
 

Erwerb von Medienkompetenz

Der Erwerb von Medienkompetenz ist angesichts der Vielfalt der Kommunikations- und Informationsmedien in der sich rasch verändernden Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler eine wichtige Aufgabe.

In jedem Schuljahr versuchen wir Internet-Arbeitsgemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten anzubieten. So wird z. B. die Homepage unserer Schule im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit wechselnden Teilnehmern gepflegt und gestaltet.

Eine weitere Möglichkeit, das Internet zu nutzen, liegt darin, Unterricht online zu gestalten. Das heißt, dass Unterrichtsmaterialien bzw. Unterrichtshilfen auf einer bestimmten Website abgelegt werden, die die Schüler durch Passwort aufrufen können.

Regelmäßig wird in der Mittelstufe ein mehrtägiges Zeitungsprojekt durchgeführt, bei dem die Schülerinnen und Schüler lernen ein traditionelles Medium mit Hilfe der neuen elektronischen Medien zu gestalten. Alternativ hierzu nehmen einige Klassen auch am so genannten ZEUS-Projekt teil.

Leseförderung geschieht vor allem im Deutschunterricht. Hier wird durch regelmäßige Buchvorstellungen, Vorlesewettbewerbe oder Projekte die Lust am Lesen geweckt.

In der so genannten Literaturwerkstatt wird das kreative Schreiben bzw. der gestalterische Umgang mit Texten gefördert.

Nicht nur die Vermittlung der Kenntnisse und Fertigkeiten ist uns wichtig, sondern auch der kritische, reflektierte Umgang mit den Medien, der Chancen und Gefahren aufdeckt uns zu einem verantwortlichen Handeln erzieht.

Durch die Fertigstellung des naturwissenschaftlichen Traktes ist es möglich geworden, in drei verschiedenen Medien- bzw. Computerräumen zu arbeiten und damit allen Klassen den Zugang zu den neuen Medien zu ermöglichen. Darüber hinaus kann mit der mobilen Laptop-Klasse auch in allen anderen Räumen mit moderner Technologie gearbeitet werden.

Durch die Kooperation mit dem Bürgerradio Voerde des Radio KW erhalten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, selbstständig Radiosendungen vorzubereiten und zu senden.
 

Begegnung mit sprachlich-kultureller Vielfalt

Im zusammenwachsenden Europa werden Mehrsprachigkeit und die Erfahrbarkeit sprachlich-kultureller Vielfalt immer wichtiger.

Wir nehmen an dem "Netzwerk Sprachen" für Schulen teil, das zwei lebende Fremdsprachen für alle und Verstehenskompetenz in einer weiteren Sprache fördern will.

Wir setzen das Sprachen-Portfolio ab Stufe 5 ein, mit dem Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse in wesentlich konkreterer Form dokumentieren können, als dies mit Zeugnisnoten möglich ist.

Wir führen einen Schüleraustausch mit Agen und Belfast durch. Der Austausch mit Agen findet im größeren Rahmen für die Stufe 10 statt, der mit Belfast für die Stufen 10/11 in kleinerem Umfang in Verbindung mit einem Berufspraktikum.

In den Klassen der Sekundarstufe I werden regelmäßig Sprachexkursionen nach Lüttich, Paris und Arnheim angeboten.

Zur Vergrößerung des Sprachenangebotes werden Arbeitsgemeinschaften für die Sekundarstufe I eingerichtet (z. B. Italienisch, Spanisch, Chinesisch ......).

Zur Erweiterung der Sprachkompetenz im fachlichen Rahmen werden bilinguale Arbeitsgemeinschaften angestrebt.

Wir versuchen mit einem großen Angebot an Sprachen-Arbeitsgemeinschaften unseren Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten zum Spracherwerb zu eröffnen, um so auf die Globalisierung und die gestiegenen Ansprüche in Wirtschaft und Industrie zu reagieren. Seit dem Schuljahr 2005/06 wird fakultativ – zusätzlich zum Englischunterricht - in den Stufen 12 und 13 das Fach Wirtschaftsenglisch (berufsbezogenes Englisch) angeboten. Die an diesem Kurs teilnehmenden Schülerinnen und Schüler können nach 1 1/2 Jahren eine Prüfung an der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf ablegen und bekommen ihre Leistungen zertifiziert.

Darüber hinaus bieten wir in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dinslaken Zertifikatkurse in Englisch an (Cambridge Certificates) und bereiten schulintern auf Prüfungen im Fach
Französisch (Delf / Dalf) vor.


Förderung selbstständigen Lernens

Geleitet von den Grundsätzen, Schülerinnen und Schüler in die Unterrichtsplanung mit einzubeziehen, Unterricht und Lernen an der Lebenswirklichkiet zu orientieren und Innovation und Motivation als unterrichtsleitende Prinzipien zu verwirklichen, möchten wir die Förderung selbstständigen Lernens gestallten.

Wir arbeiten unter dem Leitbegriff "Lernen des Lernens" in der Erprobungsstufe auf die Herausbildung einer eigenen Lernkompetenz hin und entwickeln diese in der Mittelstufe altersgemäß weiter.

In der Oberstufe bauen wir die Methodenkompetenz auch im Hinblick auf die Facharbeit aus.

Wir orientieren den Vertretungsunterricht in der Sekundarstufe II an Elementen selbstverantwortlichen Lernens.

Die Freiarbeit als eine Form des Erwerbs methodischer Eigenständigkeit wird von dem Schuljahr 2002/03 an in jeweils zwei Klassen der Stufen 5 und 6 vierstündig verankert.

In den nächsten Jahren erweitern wir offene Lernangebote (Projektarbeit, Methodenmodule, fächerübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsformen) für die Mittelstufe.

Der Förderunterricht wird als begleitendes Element des Pflichtunterrichts verstanden und gestaltet.

Die Lehrerinnen und Lehrer regen die Teilnahme an Wettbewerben an, ermuntern die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme und begleiten deren Aktivitäten.

Wir bieten vielfältige Arbeitsgemeinschaften an, in denen spezifische Stärken und Interessen unserer Schülerinnen und Schüler gefördert werden.

Selbstständigkeit des Lernens und Bewältigung der Lebenswirklichkeit fördern wir durch den Besuch außerschulischer Lernorte und das Hineinholen von Experten in den Unterricht.

Bedingt durch Veränderungen in der Schulstruktur (G 8) haben wir unser Konzept zur Förderung der besser begabten und schneller lernenden Schülerinnen und Schüler so verändert, dass mit Beginn des Schuljahres 2007 eine neue Form der Profilklasse einsetzen wird. Beginnend in der 7. Klasse werden Naturwissenschaften (Physik, Chemie und Biologie) sowie Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde) bilingual in Englisch unterrichtet werden, um so eine Förderung und ein Mehr an Wissen zu ermöglichen.

Durch unsere Teilnahme am Modellprojekt „abitur-online“ des Landes NRW wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern den Zugang zu online-Materialien ermöglichen sowie den bewussten und kritischen Umgang mit Materialien aus dem Netz fördern und einüben.


Gestaltung kulturellen Lebens

Über den Unterricht hinaus legen wir Wert auf ein reichhaltiges Schulleben. Es kann im Sinne unserer Leitlinien Erlebnisse vermitteln und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schülern und Eltern fördern.

Gottesdienste werden regelmäßig mit viel Engagement und Ideen von Schülern und Lehrern gestaltet, um alle Mitglieder der Schulgemeinde anzusprechen.

Die jährlich stattfindenden Schulkonzerte, an denen neben dem Schulorchester auch der Schülerchor und der Lehrerchor teilnehmen, werden in Zusammenarbeit mit dem Schulorchester unserer niederländischen Partnerschule in Arnheim gestaltet.

Die Theater-Inszenierungen der Literaturkurse bilden jedes Jahr ein high-light in unserem Schulleben.

Auch im künstlerischen Bereich haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit eigene Ideen zu entwickeln und ihre Arbeiten in verschiedensten Ausstellungen der Schulgemeinde vorzustellen.

Der Bereich "Bewegung, Spiel und Sport" nimmt einen großen Stellenwert unter unseren Schulaktivitäten ein und kommt am stärksten in den vielen verschiedenen Schulmannschaften, Arbeitsgemeinschaften und sportlichen Aktivitäten zum Ausdruck, deren Erfolge durch Urkunden und Pokale belegt sind.

Neben den Schüleraktivitäten im sozialen, politischen und künstlerischen Bereich legen wir großen Wert auf ein aktives Schulleben, das nur durch die Mitarbeit der Eltern möglich ist.