Die diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Geschichtswettbewerb aus der Mittelstufe
„Bis hier hin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ lautete das Thema des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, an dem insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler des OHG, teils einzeln, teils in Gruppen, teilgenommen haben. Grenzen können auf unterschiedlichste Weisen definiert werden, entsprechend unterschiedlich zeigten sich die Themen, zu denen die Teilnehmenden über ein halbes Jahr gearbeitet haben: Grenzen im Leben der jüdischen Kinder in Dinslaken während des Nationalsozialismus, Grenzüberschreitungen von der DDR in die Bundesrepublik, die Entwicklung der Stadtgrenzen Dinslakens sowie familiäre Grenzerfahrungen bei der Migration nach Deutschland.
Während sich Luisa Lorke, Lars Herrmann, Ole Heuser und Freyja Wlcek (Jahrgangsstufen 9 und 10) für ihre Beiträge über eine Teilnahmeurkunde freuen dürfen, erreichten unsere diesjährigen Abiturient*innen Anika Wisomirski, Nela Yumusak und Luis Gappa mit ihrem eingereichten Theaterstück „Grenzenlos“ einen von 250 Landespreisen. Bei rund 2300 deutschlandweit eingereichten Beiträgen ist dies ein besonderer Erfolg, der im September mit einer feierlichen Siegerehrung im Haus der Geschichte in Bonn gefeiert werden wird.
Nachdem die Schach-Schulmannschaft des Otto-Hahn-Gymnasiums das Schach-Regionalfinale gewonnen hatte, ging es nun weiter ins Landesfinale.
Training vor dem Landesfinale
Dazu wurde das Team, bestehend aus Felix Zhao, Samet Topcu, Lasse Frenk, Seyjid Suna, Leon Boczek, Mike Kaimov, Lennart Schollin und Fabian Julius Rittmann unter der Leitung Sebastian Steinzens, am Donnerstag durch den Internationalen Meister Christof Sielecki und Thomas Rosenberg vom Dinslakener Schachverband trainiert. Dabei lag der Fokus auf der Strategie im Mittelspiel und abgerundet wurde das Ganze mit einem gemeinsamen Döneressen.
Von links nach rechts: Leon Boczek, Lennart Schollin, Mike Kaimov, Fabian Rittmann, Thomas Rosenberg, Christof Sielecki, Lasse Frenk, Samet Topcu, Felix Zhao, Sebastian Steinzen, Seyjid Suna
Am vergangenen Freitag war es endlich so weit, das Otto-Hahn-Gymnasium zog ins Landesfinale in Hamm. Hier konnte es sich mit 3 Siegen, 1 Remise und 3 verlorenen Spielen gegen die 47 Teams der Altersklasse Wk II behaupten. Somit bewegte es sich im oberen Mittelfeld, ein „fürs erste Mal Landesmeisterschaften zufriedenstellendes Ergebnis“ wie Steinzen und Rittmann feststellten.
Das OHG sieht schon zuversichtlich den Meisterschaften des nächsten Jahres entgegen.
Dieses Jahr fand wieder der alljährliche „Jugend debattiert“-Schulwettbewerb am 11. Februar 2025 statt, bei welchem zehn hervorragende Debatten der Altersgruppe 1, 8. – 10. Klasse, gehalten wurden. Die Sieger*innen der Schulrunde (1. und 2. Platz) sind automatisch für die Regionalqualifikation am 07. März 2025 qualifiziert, die Dritt- und Viertplatzierten rücken im Falle von Abwesenheit der anderen Debattierenden nach oder unterstützen tatkräftig bei den Debatten, zum Beispiel als Zeitwächter. Gesiegt hat dieses Jahr Jona Peter (10c), Zweitplatzierter wurde Jonas Rühl (10d), gefolgt von Felix Meinen (8a) und Lisa Kalthoff (8a). Diesen vier sowie den Fünft- bis Achtplatzierten wird die Ehre zuteil, am ersten Schulsieger*innen-Seminar des OHG unter der Leitung von Frau Schneider teilzunehmen, um unsere Schule bestmöglich vorbereitet in den Runden der Regionalqualifikation zu repräsentieren.
In zwei Runden zeigten die Klassensieger*innen beim Schulwettbewerb „Jugend debattiert“, dass nicht nur Erwachsene sich mit verschiedensten, teils (schul-)politischen Themen auseinandersetzen sollten. Sie debattierten mit Freude über ein mögliches deutschlandweites Zooverbot und stellten unter Beweis, dass man auch in hitzigen Diskussionen sachlich und konstruktiv argumentieren kann. Hier wog für die Proseite das Argument zum Schutz des Tierwohls stärker, aufgrund der beengten und künstlichen Gehege in Zoos, während die Contraseite die Förderprogramme einiger Zoos zur Erhaltung von vor dem Aussterben bedrohten Tierarten wie beispielsweise das Przewalski-Pferd in den Vordergrund stellte. Des Weiteren konnten sie ihr Selbstbewusstsein stärken, indem sie das Wort selbst ergriffen und Argumente nannten. Ebenso konnten sie ihre Teamarbeit trainieren, da Pro- und Contraseite beide durch je zwei Personen vertreten sind und eine Absprache untereinander erforderlich ist, um gemeinsam das Publikum von der jeweilig zugeteilten Ansicht zu überzeugen. In der Rückrunde debattierten die Teilnehmer*innen über die Relevanz sowie die Umsetzbarkeit einer täglichen Sportstunde in der Schule. Hier verwies die Contraseite auf den momentanen Lehrermangel sowie die fehlenden Flächen und die Fürsprecher*innen präsentierten eine Studie zur verbesserten Konzentration nach Sporteinheiten. Die Schüler*innen wogen wirtschaftliche, physische und psychische Vor- und Nachteile gegeneinander ab und stellten mögliche Lösungen für den Lehrermangel dar, beispielsweise eine Einbeziehung von Vereinstrainer*innen oder ein abwechslungsreiches Programm, bestehend aus Joggen im Freien, Aktivitäten auf dem Außenplatz oder in der Sporthalle, um das Platzproblem bei erhöhter Sportstundenanzahl zu lösen.
Das Schulsieger*innen-Seminar haben die ersten Acht bereits erfolgreich absolviert, womit sie sich für den diesjährigen Regionalwettbewerb am 07.03. bzw. den Schulwettbewerb im nächsten Jahr gut vorbereitet fühlen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Spaß beim Debattieren im Team!
Für jede*n, der sich nun fragt, wie denn so eine Debatte abläuft, nachfolgend eine kurze Einführung: Die Debatte beginnt mit der Eröffnungsrede von Pro 1, woraufhin dann Contra 1 eine Eröffnungsrede hält, gefolgt von Pro 2 und zum Schluss Contra 2. In einer Eröffnungsrede wird in max. zwei Minuten die Streitfrage von den Debattierenden aus ihrer jeweiliger Sicht dargestellt, beantwortet und ein möglicher Einwand der Gegenseite entkräftet. Nach den vier Eröffnungsreden folgt die freie Aussprache, in welcher die Schüler*innen 12 Minuten lang abwechsel Standpunkte aufzeigen, aufeinander eingehen und die genannten Argumente ebenfalls gegenseitig entkräften. Schließlich hält jeder in der selben Reihenfolge wie bei der Eröffnungsrede seine/ihre Schlussrede, wobei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, welche bei der Debatte festgestellt wurden, dargestellt werden und nochmals ein Einwand der Gegenseite eingebracht und das wichtigste und schwerwiegendere Argument der eigenen Position hervorgehoben wird. Abschließend bewertet eine Jury, bestehend aus Lehrenden und geschulten Jurorinnen der Schülerschaft, die Debattierenden nach Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Gesprächs- und Ausdrucksfähigkeit.
Einen großartigen Erfolg konnte das Schachteam des Otto-Hahn-Gymnasiums in der Altersklasse 2007 und jünger feiern. Mit 8:0 setzte sich die Mannschaft um den Betreuer und Leiter der Schach-AG Sebastian Steinzen gegen vier Schulen aus dem Kreis Wesel durch und wurde Kreismeister. „Ich bin unglaublich stolz auf mein Team, alle haben großartig gespielt und eine tolle Leistung gebracht“, sagt Steinzen. Die Mannschaft, das sind: Felix Zhao, Samet Topcu, Lasse Frenk, Seyyid Suna, Leon Boczek und Mike Kaimov. Lediglich drei Partien des am OHG ausgetragenen Turniers gingen verloren bei 20 Siegen und einem Remis. „Wir sind auf die nächste Runde gespannt und hoffen natürlich, dass wir unseren Erfolg dort wiederholen können“, betont Lasse Frenk. Auch die Schulleiterin Astrid Weidler freut sich über den Titel. „Es ist toll mit anzusehen, wie konzentriert alle Spielerinnen und Spieler bei der Sache waren, und natürlich freut es mich, dass das OHG aus diesem Wettkampf als Sieger hervorgehen konnte.“ Jetzt wartet die nächste Runde auf die Mannschaft um Steinzen, mit dem Ziel Landesfinale.