Chemieunterricht anschaulich: Exkursion zum Klärwerk Emschermündung

Klasse 7a vor den Faultürmen mit Herrn Becker und Frau Harrer

Die Eigenschaften von Stoffen und die Trennung von Stoffgemischen haben wir, die Klasse
7a, schon im Chemieunterricht bei Frau Harrer kennen gelernt. Am Mittwoch, den 28.
Februar 2024 hatten wir nun die Gelegenheit, uns das Ganze in der praktischen Anwendung anzuschauen. Gemeinsam mit Frau Harrer und unserem Klassenlehrer Herrn Becker ging es zum Klärwerk Emschermündung. Wir hatten uns gut vorbereitet und uns viele Fragen überlegt, die wir dann in der Führung durch das Klärwerk stellen konnten. Was schwimmt denn da eigentlich so alles im Abwasser? Das konnten wir schon in der ersten
Reinigungsstufe, dem Rechen, durch den das Abwasser fließt, gut sehen. Hier bleiben grobe Stoffe in den Rechen hängen. Ein VW-Käfer soll hier schon einmal herausgefischt worden sein! In der Regel sind es aber eher Aste, Plastikfolien usw. Dann fließt das Abwasser durch den Sandfang und das Vorklärbecken. Feste Stoffe, wie Sand, Steine oder Glassplitter, werden hier u.a. durch Sedimentieren getrennt. Fäkalien, Öl und Fette werden in den Faulturm geleitet. Wir durften oben auf den Faulturm, von wo wir eine super Aussicht hatten.

Aussicht von ganz oben auf dem Faulturm

Nach dem Vorklärbecken ist das Wasser aber noch durch nicht sichtbare, im Wasser gelöste Stoffe belastet. Die meisten Stoffe werden in der letzten Reinigungsstufe, der biologischen Reinigung, aus dem Wasser entfernt. Diese Arbeit erledigen Bakterien, die die meisten Schmutzstoffe „fressen”. Das passiert im Belebungsbecken, in dem es ordentlich sprudelt, weil dem Becken Sauerstoff, den die Bakterien für ihre Arbeit benötigen, zugeführt wird. Das gereinigte Wasser wird dann in die Emscher geleitet.

Im Labor

Im Labor konnten wir uns das nach den jeweiligen Reinigungsstufen gereinigte Wasser auch noch mal genau anschauen. Um 13.00 Uhr endete dann die sehr empfehlenswerte, lehrreiche und spannende Exkursion.

Chemieunterricht sehr anschaulich!
Felix Meinen, Klasse 7a