Demokratie „live in action“: Exkursion zum Landtag in Düsseldorf

SPD-Politiker Frederick Cordes mit dem Grundkurs Sozialwissenschaften der Q2

Am Mittwoch, den 19.02.2025 besuchte der Sozialwissenschaften-Grundkurs der Q2 des Otto-Hahn-Gymnasiums von Frau Fuiten in Begleitung von Frau Rütjeroth den Düsseldorfer Landtag.

Nach einer Sicherheitskontrolle am Eingang wurden die Schülerinnen und Schüler von einer Mitarbeiterin des Landtages abgeholt, die den Kurs den ganzen Tag über im Landtag begleitete.

Um 10:00 Uhr wurden die Schülerinnen und Schüler von einer Mitarbeiterin des Landtages in einem Fraktionssaal begrüßt und mit der Zusammensetzung sowie den Aufgaben des Landtages vertraut gemacht. Anschließend ging es zu einem kleinen Frühstück in die Kantine, wo den Besuchern belegte Brötchen sowie Getränke angeboten wurden.

Gegen 11:00 Uhr ging es mit dem Glasaufzug zur Tribüne des Plenarsaals. Zunächst wurde in der Plenarsitzung über einen Antrag der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und CDU zu Maßnahmen gegen Lücken im Radwegenetz beraten und abschließend darüber abgestimmt. Danach folgte eine Debatte über einen Antrag der SPD für bezahlbaren Wohnraum für Studierende und Azubis. Von überzeugenden Argumenten der verschiedenen Parteien bis hin zu Zwischenrufen diverser Abgeordneter war alles dabei, so dass die Plenarsitzung spannend zu verfolgen war.

Um 12:00 Uhr stand der letzte Punkt der Tagesordnung bevor: das Treffen mit Frederick Cordes, einem Landtagsabgeordneten der SPD und zugleich Generalsekretär der SPD Nordrhein-Westfalen. Im Vorfeld wurden im Sowi-Unterricht Fragen gesammelt, die die Schülerinnen und Schüler Herrn Cordes stellten – darunter Themen wie Bildung, Wirtschaft sowie Infrastruktur/Verkehr.

Nach der „Fragestunde“ ging der erlebnisreiche und spannende Tag für den Sozialwissenschafts-Grundkurs sowie für Frau Fuiten und Frau Rütjeroth zu Ende. Es war Zeit, den Landtag mit den neu gewonnenen Einblicken zu verlassen und sich auf den Rückweg nach Dinslaken zu machen.

Eldin Kurbasic, Q2

Schulwettbewerb „Jugend debattiert“

Die Teilnehmenden des Schulsieger*innen-Seminars

Dieses Jahr fand wieder der alljährliche „Jugend debattiert“-Schulwettbewerb am 11. Februar 2025 statt, bei welchem zehn hervorragende Debatten der Altersgruppe 1, 8. – 10. Klasse, gehalten wurden. Die Sieger*innen der Schulrunde (1. und 2. Platz) sind automatisch für die Regionalqualifikation am 07. März 2025 qualifiziert, die Dritt- und Viertplatzierten rücken im Falle von Abwesenheit der anderen Debattierenden nach oder unterstützen tatkräftig bei den Debatten, zum Beispiel als Zeitwächter. Gesiegt hat dieses Jahr Jona Peter (10c), Zweitplatzierter wurde Jonas Rühl (10d), gefolgt von Felix Meinen (8a) und Lisa Kalthoff (8a). Diesen vier sowie den Fünft- bis Achtplatzierten wird die Ehre zuteil, am ersten Schulsieger*innen-Seminar des OHG unter der Leitung von Frau Schneider teilzunehmen, um unsere Schule bestmöglich vorbereitet in den Runden der Regionalqualifikation zu repräsentieren.


In zwei Runden zeigten die Klassensieger*innen beim Schulwettbewerb „Jugend debattiert“, dass nicht nur Erwachsene sich mit verschiedensten, teils (schul-)politischen Themen auseinandersetzen sollten. Sie debattierten mit Freude über ein mögliches deutschlandweites Zooverbot und stellten unter Beweis, dass man auch in hitzigen Diskussionen sachlich und konstruktiv argumentieren kann. Hier wog für die Proseite das Argument zum Schutz des Tierwohls stärker, aufgrund der beengten und künstlichen Gehege in Zoos, während die Contraseite die Förderprogramme einiger Zoos zur Erhaltung von vor dem Aussterben bedrohten Tierarten wie beispielsweise das Przewalski-Pferd in den Vordergrund stellte. Des Weiteren konnten sie ihr Selbstbewusstsein stärken, indem sie das Wort selbst ergriffen und Argumente nannten. Ebenso konnten sie ihre Teamarbeit trainieren, da Pro- und Contraseite beide durch je zwei Personen vertreten sind und eine Absprache untereinander erforderlich ist, um gemeinsam das Publikum von der jeweilig zugeteilten Ansicht zu überzeugen. In der Rückrunde debattierten die Teilnehmer*innen über die Relevanz sowie die Umsetzbarkeit einer täglichen Sportstunde in der Schule. Hier verwies die Contraseite auf den momentanen Lehrermangel sowie die fehlenden Flächen und die Fürsprecher*innen präsentierten eine Studie zur verbesserten Konzentration nach Sporteinheiten. Die Schüler*innen wogen wirtschaftliche, physische und psychische Vor- und Nachteile gegeneinander ab und stellten mögliche Lösungen für den Lehrermangel dar, beispielsweise eine Einbeziehung von Vereinstrainer*innen oder ein abwechslungsreiches Programm, bestehend aus Joggen im Freien, Aktivitäten auf dem Außenplatz oder in der Sporthalle, um das Platzproblem bei erhöhter Sportstundenanzahl zu lösen.

Das Schulsieger*innen-Seminar haben die ersten Acht bereits erfolgreich absolviert, womit sie sich für den diesjährigen Regionalwettbewerb am 07.03. bzw. den Schulwettbewerb im nächsten Jahr gut vorbereitet fühlen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Spaß beim Debattieren im Team!

Für jede*n, der sich nun fragt, wie denn so eine Debatte abläuft, nachfolgend eine kurze Einführung: Die Debatte beginnt mit der Eröffnungsrede von Pro 1, woraufhin dann Contra 1 eine Eröffnungsrede hält, gefolgt von Pro 2 und zum Schluss Contra 2. In einer Eröffnungsrede wird in max. zwei Minuten die Streitfrage von den Debattierenden aus ihrer jeweiliger Sicht dargestellt, beantwortet und ein möglicher Einwand der Gegenseite entkräftet. Nach den vier Eröffnungsreden folgt die freie Aussprache, in welcher die Schüler*innen 12 Minuten lang abwechsel Standpunkte aufzeigen, aufeinander eingehen und die genannten Argumente ebenfalls gegenseitig entkräften. Schließlich hält jeder in der selben Reihenfolge wie bei der Eröffnungsrede seine/ihre Schlussrede, wobei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, welche bei der Debatte festgestellt wurden, dargestellt werden und nochmals ein Einwand der Gegenseite eingebracht und das wichtigste und schwerwiegendere Argument der eigenen Position hervorgehoben wird. Abschließend bewertet eine Jury, bestehend aus Lehrenden und geschulten Jurorinnen der Schülerschaft, die Debattierenden nach Sachkenntnis, Überzeugungskraft, Gesprächs- und Ausdrucksfähigkeit.

Anna Becker, Klasse 10c

Politik in der Praxis: Podiumsdiskussion am OHG

In diesem Jahr heißt es für einige aus unserer 12. Stufe erstmals: Ab in die Wahlkabine! Um den Schülerinnen und Schülern eine bessere Orientierung in der politischen Landschaft zu ermöglichen, fand in der vergangenen Woche eine Podiumsdiskussion mit Jugendorganisationen politischer Parteien statt.

Eingeladen waren über den Ring der politischen Jugend Wesel: Luca Kötter (JuLis), Vanessa Muharremi (Jusos), Paul Bönte (Grüne Jugend) und Marc Bootmann (Junge Union).

„Diese Veranstaltung trägt maßgeblich zur politischen Mündigkeit unserer Schülerinnen und Schüler bei, indem sie politische Debatten hautnah erleben und selbst Fragen stellen können“, erklärte Corinna Rütjeroth, Lehrerin am OHG. „Besonders beeindruckend war die professionelle Moderation durch unseren Schulsprecher, der mit Sachkenntnis und Souveränität durch die Diskussion geführt hat.“

Ziel der Veranstaltung war es, verschiedene politische Positionen kennen zu lernen und sich aktiv mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen. In der Diskussion wurden viele relevante Themen angesprochen, darunter die Migrationspolitik, Klimaschutz, Sicherheit und die Anliegen der Jugendlichen selbst. Dabei vertraten die Vertreterinnen und Vertreter ihre Standpunkte und boten dem Publikum interessante Einblicke in ihre Überzeugungen.

In der offenen Fragerunde mussten sich die Diskutierenden den Fragen der Stufe stellen. Das große Interesse zeigte sich nicht nur während der Veranstaltung, sondern auch in den positiven Rückmeldungen danach.

„Die Podiumsdiskussion bietet unseren Schülerinnen und Schülern eine wertvolle Gelegenheit, sich mit politischen Positionen auseinanderzusetzen und kritisches Denken zu schärfen. Gerade als angehende Wählerinnen und Wähler ist es wichtig, dass sie informiert und reflektiert an politische Entscheidungen herangehen“, betonte Astrid Weidler, Direktorin am Otto-Hahn-Gymnasium.

Von links nach rechts: Schulsprecher Moritz Blaß (Q2), Luca Kötter (JuLis), Vanessa Muharremi (Jusos), Paul Bönte (Grüne Jugend) und Marc Bootmann (Junge Union)

Die Podiumsdiskussion leistete einen wertvollen Beitrag zur politischen Meinungsbildung. Wir hoffen, dass solche Debatten auch in Zukunft ein fester Bestandteil unserer Schule bleiben!

Moritz Blaß, Q2, Schulsprecher

Tolle Ergebnisse bei der 64. Mathematik-Olympiade

Neun Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums aus den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 hatten sich für die Regionalrunde der 64. Mathematik-Olympiade qualifiziert.

Die Regionalrunde fand am Mittwoch, den 13. November, im Forum des Amplonius-Gymnasiums in Rheinberg statt. Zwei Stunden lang konnten die Teilnehmenden an interessanten und anspruchsvollen Aufgaben arbeiten. Die Aufgaben aller Runden sind online unter www.mathematik-olympiaden.de verfügbar.

Besonders erfolgreich waren fünf unserer Teilnehmenden, die folgende Preise gewannen:

  • Klasse 5: Rebecca (1. Preis), Lea Sophie (3. Preis), Jakob (3. Preis), Elias (5. Preis), und
  • Klasse 7: Jan (2. Preis)

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmenden!

Wir haben die jungen Mathematikerinnen und Mathematiker gefragt, was sie besonders an der Mathematik fasziniert und ob sie eine Lieblingsaufgabe haben. Hier einige ihrer interessanten Antworten:

„Mir gefällt an Mathe, dass alles so logisch ist und es für jede Aufgabe genau eine richtige Lösung gibt.“

Eine Teilnehmerin begeistert sich für elegante Rechenwege wie „(20 + 30) × 2 = 40 + 60 = 100“.

Ein besonders kniffliger Vorschlag war folgende Aufgabe: „Berechne das Produkt

C×H×I×C×K×E×N×P×O×T×P×I×E×S,

wobei jeder Buchstabe für eine Ziffer zwischen 0 und 9 steht und gleiche Buchstaben für die gleiche Ziffer.“ Ein Beispiel dafür, dass man manchmal auch mit scheinbar unzureichenden Informationen zur Lösung kommen kann! Lösungsvorschläge können gerne an Frau Pabst geschickt werden.

Dr. P. Pabst