Schulwettbewerb “Jugend debattiert”

Die Schulsieger*innen der Altersgruppe II (von links nach rechts) Finn Guha (1. Platz), Julius Pauli (4. Platz), Sky Arik (3. Platz) und Marc Aurel Zehrt (2. Platz) zusammen mit der Schul- und Regionalkoordinatorin für Jugend debattiert im Verbund Düsseldorf 1 Frau Schneider

Auch in diesem Jahr findet der alljährliche Wettbewerb „Jugend debattiert“ in vielen verschiedenen Schulen Deutschlands statt. Dabei können die debattierenden Jugendlichen sich zunächst im Schulwettbewerb bewähren und für die nächste Ebene des Regionalwettbewerbs qualifizieren, dann  für den Landeswettbewerb und zuletzt den Bundeswettbewerb. Am 31.01.2024 fand der Schulwettbewerb am Otto-Hahn-Gymnasium Dinslaken statt. Hier haben sich nach großartigen Debatten in der Altersgruppe I (AG I), also die Acht- bis Zehntklässler*innen, Zoé Cabral Leenen und Bo Dislich qualifiziert. In der Altersgruppe II (AG II – 11. bis 13. Klasse) waren es Finn Guha und Marc Aurel Zehrt. Die genannten Schüler*nnen dürfen am 14.02.2024 an der Regionalqualifikation, welche ebenfalls am Otto-Hahn-Gymnasium ausgetragen wird, debattieren, und haben demnach die Möglichkeit, ins Regionalfinale im Dinslakener Rathaus, oder sogar noch weiter, zu kommen. Zusätzlich haben es jeweils Jonas Peter und Anna Becker (AG I) sowie Sky Arik und Julius Pauli (AG II) auf die dritten und vierten Plätze geschafft. Diese haben die Chance, im Regionalwettbewerb offene Debattenplätze zu belegen oder die Erst- und Zweitplatzierten des Schulwettbewerbs zu vertreten. Doch wie läuft eine Debatte bei Jugend debattiert überhaupt ab? Zunächst bekommen die Schüler*innen die Streitfrage zehn Tage vor dem Wettbewerb mitgeteilt. In diesem Jahr waren dies im Schulwettbewerb:

  • Soll an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel verboten werden? (AG I)
  • Sollen Schönheitswettbewerbe und Modelcastingshows in Deutschland verboten werden? (AG I)
  • Soll während der Probezeit beim Führerschein ein Nachtfahrverbot gelten? (AG II)
  • Sollen Toilettenräume an Schulen grundsätzlich genderneutral sein? (AG II)

Jugendliche, die bei Jugend debattiert mitmachen, profitieren davon, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern, und lernen, ihre Argumente klar und überzeugend zu präsentieren. Zudem stärkt die Debatte ihr Selbstbewusstsein und ihre Fähigkeit, auch in hitzigen Diskussionen sachlich zu bleiben. Nicht zuletzt ermöglicht ihnen die Teilnahme an Jugend debattiert, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Jugendlichen über wichtige Thematiken auszutauschen. Wir wollen alle Schüler*innen des OHGs, sowie anderer teilnehmender Schulen, überzeugen, selbst an Jugend debattiert teilzunehmen und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auszubauen! Doch zunächst wünschen wir den Sieger*innen des Schulwettbewerbs viel Erfolg für die weiteren Debatten am 14.02.2024!

Die Schulsieger*innen der Altersgruppe I (von links nach rechts) Bo Dislich (2. Platz), Anna Becker (4. Platz), Jonas Peter (3. Platz) und Zoé Cabral Leenen (1. Platz) zusammen mit Frau Schneider

Für diejenigen, die noch mehr über die Debatten an sich erfahren wollen:

Die Debatte selbst läuft folgendermaßen ab. Bei Jugend debattiert beginnt sie mit einer Eröffnungsrede einer Person der Position Pro 1, welche eine Maßnahme zur Veränderung einer allgemein unzufriedenstellenden Situation vorschlägt und ihre Position dazu darlegt. Diese Rede dauert maximal 2 Minuten. Anschließend hat der Debattengegner (Contra 1) ebenfalls 2 Minuten Zeit, um eine Gegenrede zu halten und seine Gegenposition zu erklären. Ebenso die beiden anderen Mitstreiter (Pro 2 und Contra 2). Danach folgt eine zwölfminütige freie Aussprache, in der die insgesamt vier Schüler*innen (jeweils zwei für die Pro- und Kontrapositionen) ihre Argumente austauschen und direkt aufeinander eingehen können. Nach der Aussprache haben diese in derselben Reihenfolge wie in der Eröffnungsrede noch einmal je eine Minute, um ihre Fazite und Hauptargumente in einer Schlussrunde zusammenzufassen. Danach bewertet die Jury die Leistungen der Debattant*innen in den Kategorien der Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Jede*r Schüler*in hält am jeweiligen Qualifikationstag zwei Debatten, in denen sie die Möglichkeit haben, diese Fähigkeiten als Teile ihrer Argumentationsfähigkeit vor einem aufmerksamen Publikum unter Beweis zu stellen.

Nick Szöke, Q2