Erfolg beim Bilingualen Erklärfilm-Wettbewerb

Urkundenübergabe durch Regierungspräsident Thomas Schürmann

Im vergangenen Schuljahr nahmen mehrere Klassen des OHG mit ihren Lehrpersonen am Bilingualen Erklärfilm-Wettbewerb teil.

So machte Frau Wenker mit der damaligen 8c im Rahmen des Wettbewerbes eine Projektarbeit im Fach Geschichte zum Thema „The Industrial Revolution“. Sarah und Sofie entschieden sich dazu, ihren Film „The struggle for democracy in Great Britain“ einschicken zu lassen und somit am Wettbewerb teilzunehmen.

Kurz vor den Sommerferien kam die Rückmeldung, dass die Jury den Film als einen der besten von über 120 Beiträgen ausgewählt hatte und die beiden mit ihrer Lehrkraft zusammen in die Bezirksregierung nach Düsseldorf eingeladen waren, um dort an der Siegerehrung teilzunehmen.

Die Preisträgerinnen mit dem Regierungspräsidenten und ihrer Lehrerin Frau Wenker (©BR_D)

Am Montag, den 14. August 2023, reisten die drei nach Düsseldorf, um die Siegerehrung am Vormittag und das Nachmittagsprogramm, das aus einer Erlebnisführung durch das Filmmuseum bestand, zu besuchen. Im Plenarsaal, in dem die Veranstaltung stattfand, war ein kleines Buffet angerichtet. Als alle Gruppen anwesend waren, hielten die drei zuständigen Jurymitglieder zuerst eine kurze Rede, bevor alle Filme noch einmal gemeinsam angeschaut wurden. Nach jedem Film wurde die dazugehörige Gruppe kurz nach vorne zu den Jurymitgliedern gerufen und zum Beispiel danach gefragt, wie sie auf ihr Thema gekommen waren oder warum sie sich für dieses interessierten. Nach einer kleinen Pause wurden die Platzierungen durch Regierungspräsident Thomas Schürmann bekannt gegeben. Außerdem verteilte er die Urkunden und Preise, wobei die Schülerinnen des OHG sich über den 3. Platz freuen durften. Jede Gruppe bekam eine Urkunde und die ersten Plätze der Altersstufen S I und S II jeweils einen klassen- bzw. kursübergreifenden Kinogutschein für die Schulkinowochen. Des Weiteren bekamen alle Jugendlichen eine Goodie Bag. Nach einer zweistündigen Mittagspause ging es für vier der Gruppen in das Filmmuseum zu einer Erlebnisführung, bei der sie das Museum ein bisschen kennenlernen konnten, und das ganz für sich, da das Museum normalerweise montags geschlossen ist. Insgesamt war es ein toller und aufregender Tag.

Es ist bestimmt nicht ausgeschlossen, nächstes Jahr wieder an dem Wettbewerb teilzunehmen, wenn er landesweit ausgeschrieben wird.

Geschrieben von Sarah Schraven (9c), redigiert von Frau Wenker

Kunst-AG: Erfolgreiche Ausstellung im Museum Voswinckelshof

Dem Aufruf unserer Kunstlehrerin Frau Schmidt nach Künstler*innen in der Oberstufe mit Interesse an einer AG folgte eine ganze Handvoll motivierter Schüler*innen. Bei dem ersten Treffen in einem Café wusste noch niemand von uns, was zu erwarten war. Ideen wurden durcheinandergeworfen, bis sich Gemeinsamkeiten und ein roter Faden herauskristallisierten. Zusammen entschieden wir uns für das Thema „gemEINSAM“, in dem wir sowohl Motive wie Einsamkeit und Gesellschaftskritik als auch Liebe und Sexualität verarbeitet haben, kurz gesagt alles das, was uns besonders beschäftigt. In gemeinsamen Brainstormsitzungen wurden Berge an Ideen gesammelt, die immer wieder verworfen und geändert wurden. Der Kunstraum in dem 1. Stock der Schule wurde zu unserem Versammlungsort in Freistunden und an jedem Freitagnachmittag sowie einigen Sonntagen. Der eine stand Modell, während Referenzfotos gemacht wurden, Farben wurden gemeinsam angemischt und Arbeitsgemeinschaften sowie neue Freundschaften entstanden. Auch Tonwerke, die im Ofen zersprangen, wurden zu neuen Kunstwerken verarbeitet und als Inspiration genutzt. So entstand nach und nach unsere Ausstellung, die letztlich nicht aus Einzelwerken, sondern einem großen Gesamtwerk bestand, welches wir alle zusammen geschaffen hatten. Unsere Gemeinschaft bildete den positiven Gegenpol zu unserer Kritik an der Gesellschaft. Diese Ausstellung verkörperte somit nicht nur die Fehler dieser Gesellschaft, sondern auch das Potential dazu, gemeinsam etwas Großes zu schaffen.

Bei dem Aufbau im Museum ging es etwas chaotisch zu, Werke wurden immer wieder umgerückt, neu angeordnet und gemeinsam mit dem Museumsleiter wurde entschieden, wie die Bilder angeordnet werden sollten. Als endlich alles stand, war sofort klar, dass sich unsere Arbeit ausgezahlt hatte, denn die Ausstellung verkörperte genau das, was wir uns vorgestellt hatten. Trotz des Fehlens einzelner Werke aufgrund von Platzmangel war deutlich zu erkennen, dass es sich um ein gemEINSAMES Werk handelte, zu dem jeder von uns beigetragen hatte.

Bei der Eröffnung konnten wir alle unsere Freunde, Familie und Bekannten sowie einige interessierte Dinslakener willkommen heißen und freuten uns über einen gefüllten Ausstellungsraum mit vielen begeisterten, aber auch tiefgründig beschäftigten sowie fragenden Gesichtern. Besonders fasziniert war das Publikum auch von den beiden musikalischen Auftritte von Antonia Ruttkowski und Lina Schmidt.

Fragen zu unseren Kunstwerken konnten wir schließlich bei einer Finissage beantworten, bei der wir uns mit den Künstlern der parallelen Ausstellung Halli Galli trafen und unsere Konzepte austauschten.

Insgesamt handelt es sich um eine wundervolle und gelungenen Erfahrung für alle Mitglieder der Kunst AG, obgleich der Abschied schmerzhaft sein kann. Einige von uns haben nun nicht nur ihre erste Ausstellung, sondern auch das Abitur hinter sich gebracht und werden nächstes Jahr leider nicht weiter mit uns Kunst anfertigen können. Dennoch schauen wir alle optimistisch nach vorne und freuen uns auf die Zukunft und neue Mitglieder unserer AG im nächsten Schuljahr, mit denen wir gemeinsam arbeiten können!

Lara Teutenberg, Q1

Schöne Erfolge beim Geschichtswettbewerb

Die erfolgreichen Teilnehmer*innen des Geschichtswettbewerbs

Über ein halbes Jahr lang haben mehrere Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b und 8c am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2022/23 zum Thema „Mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat Geschichte“ teilgenommen. Für alle war es bereits ein großer Erfolg, sich über mehrere Monate mit einem Thema aus ihrem persönlichen bzw. regionalen Umfeld zu beschäftigen, dabei viel über die Geschichte ihrer eigenen Familien und ihres Wohnortes zu lernen und am Ende fertige Beiträge einzureichen.

Zwei Gruppen dürfen sich nun nach der Bekanntgabe der Preisträger durch die Körber-Stiftung über einen weiteren tollen Erfolg und die Anerkennung der mehrmonatigen Teilnahme freuen. Sowohl Leila Gärtner und Ole Heuser aus der Klasse 8b, die einen Beitrag zum Thema „Wohnen auf der Flucht in der Zeit des 2. Weltkrieges“ verfasst haben, als auch Anna Becker, Mattea Pederiva und Livia Undank aus der Klasse 8c mit einer Arbeit zu Duisburg Bissingheim wurden jeweils mit einem Förderpreis von 200€ ausgezeichnet. Bei knapp 1.700 eingereichten Beiträgen im diesjährigen Wettbewerb ist dies eine ausgezeichnete Leistung! Herzlichen Glückwunsch!

J. Wenker

Leticia Gorka gewinnt „Otto-Wels-Preis für Demokratie 2023“

Die Gewinner des Otto-Wels-Preises 2023
Die Gewinner des Otto-Wels-Preises 2023

Deutsche Vorbilder zu Zeiten des NS-Regimes (1933-1945) sind leider rar gesät. Am ehesten fallen einem herausragende Persönlichkeiten wie die Geschwister Scholl, Oscar Schindler oder Claus von Stauffenberg ein.

Ein Politiker, der den meisten vermutlich wenig sagen wird, der sich aber an der Schwelle der Machtergreifung der Nazis gegen das NS-Regime stellte, war Otto Wels (1873-1939). Der SPD-Politiker hielt am 23. März 1933 die bekannteste Rede gegen das Ermächtigungsgesetz, mit dem letztendlich die Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Diktatur etabliert wurde. In dieser letzten freien Rede im Deutschen Reichstag sagte er: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“

Zur Erinnerung an die Rede und den Politiker und um gleichzeitig das Demokratie-Bewusstsein in der Gesellschaft zu stärken, wird seit 2013 der „Otto-Wels-Preis für Demokratie“ verliehen. In diesem Jahr ging es darum, entweder eine aktuelle Rede im Stile von Otto Wels zu schreiben oder eine Kampagne für Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zu erstellen.

Bevor sie nach den Osterferien ihr Abitur macht, hat Leticia Gorka aus unserem Geschichts-Leistungskurs mit einer herausragenden Leistung nun den 1. Preis gewonnen, mit dem sie am 29. März ausgezeichnet wurde, also fast auf den Tag 90 Jahre nach der Rede von Otto Wels. Leticia hat im Rahmen einer Projekt-Arbeit einen fiktiven Instagram-Kanal erstellt, der die Krisen und Probleme vor dem Hintergrund von „Demokratie und Rechtsbewusstsein“ perfekt zusammenfasst und zum Mitdenken aber auch Mitmachen anregt (siehe https://www.spdfraktion.de/themen/junge-menschen-wurden-werke-demokratie-ausgezeichnet).

Ihre Arbeit zeigt, dass sich Kreativität und der Einsatz für Demokratie und Menschenrechte nicht ausschließen müssen. Auf dass wir alle Demokratie und Menschenrechte umso mehr zu schätzen wissen und dafür eintreten. Wir gratulieren dir, Leticia, ganz herzlich, zum Gewinn des „Otto-Wels Preises für Demokratie 2023“.

A. Höbelt